Ferrules für die gasdichte Verbindung in der GC

Das Ferrule ist ein kleiner, aber wichtiger Dichtkonus, der die gasdichte Verbindung sowohl zum Injektor als auch zum Detektor sicherstellt. Wird das falsche Ferrule gewählt, können schon nach wenigen Temperaturzyklen z.B. Undichtigkeiten auftreten.

Ferrules gibt es in unterschiedlichen Materialien, Formen und Grössen. Sie werden entsprechend ihrer Verwendung, dem eingesetzten Instrument und der verwendeten Kapillare ausgesucht.

Instrument und der Aussendurchmesser der Kapillare bestimmen die Grösse des Ferrules. Die Auswahl des Materials ist aber wahrscheinlich der schwierigste Aspekt.

   
SilTite Ferrules und Ueberwurfmuttern

SilTite Ferrules und Ueberwurfmuttern wurden speziell für die Verwendung in GC/MS Systemen entwickelt. Sie bilden eine stabile dauerhaft gasdichte Verbindung um die Kapillarsäule.

SilTite Ferrules und die dazu passenden Ueberwurfmuttern sind aus dem selben Material und haben daher den selben Ausdehnungskoeffizienten. Ferrule und Ueberwurfmuttern expandieren und kontraktieren im selben Verhältnis, wenn der Ofen aufheizt oder abkühlt.

Der Konus der Ueberwurfmuttern ist genau auf den konischen Winkel des Ferrules abgestimmt. Das ergibt einen perfekten Seat des Ferrules rund um die Kapillare.

Zur sicheren Installation sollte man die Ueberwurfmuttern vorsichtig soweit anziehen, dass die Kapillare gerade gehalten wird. Dann wird nochmals um 60° weiter angezogen, womit eine dichte Verbindung garantiert ist. Das Nachziehen ist nicht nötig.

Einsetzbar bis 500°C
Maximaler Druck 4000 Psi für Kapillarsäulen ID 0.1 - 0.32 mm
Maximaler Druck 3000 Psi für Kapillarsäulen ID 0.53 mm

das Temperaturlimit liegt weit oberhalb des Temperaturbereichs von Injektor, MS-Interface oder GC Ofen

SilTite Ferrule und SilTite Verschraubung sind beide aus Metall und haben somit den gleichen Ausdehnungskoeffizienten

daraus resultiert eine sehr dichte, zuverlässige Verbindung um die Kapillare

SilTite Ferrules müssen nach der Installation und einigen Temperaturzyklen nicht mehr nachgezogen werden.

15 % Graphit 85 % Vespel Ferrules

Komposite Graphite/Vespel Ferrules (15%/85%; 40%/60%) sind viel härter als Graphit Ferrules

sie haben ein Temperaturlimit von 300°

da nicht porös sind sie für die MS-Detektion geeignet

da Ferrule und Metallverschraubung einen unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten haben, müssen Graphit Ferrules nach dem ersten Temperaturzyklus nochmals angezogen werde

das Ferrule schrumpft schneller beim Abkühlen als die Verschraubung. sollte dies zu Undichtigkeiten führen, empfehlen wir SilTite Metall Ferrules (siehe oben)

100 % Graphit Ferrules

100% Graphit Ferrules werden Injektorseitig verwendet

Graphit Ferrules sind weich und formen mit der Kapillare eine wieder lösbare Verbindung

das Temperaturlimit beträgt 450°C, daher ideal für Detektoren, die bei 360-380°C arbeiten

da Sauerstoffdurchlässig, sind sie für GC/MS nicht geeignet

 

Quick Pick Guide
für
• Agilent Technologies
• Bruker (Varian)
• PerkinElmer
• Shimadzu
• Thermo Scientific
pdf 1.4 MB

Instrumenten Spezifische Broschüren

Quick Pick Guide
für Agilent Technologies
pdf 1.0 MB

Quick Pick Guide
für Bruker (Varian)
pdf 991 KB

Quick Pick Guide
für PerkinElmer
pdf 442 KB

Quick Pick Guide
für Shimadzu
pdf 1.0 MB

Quick Pick Guide
für Thermo Scientific
pdf 1.0 MB

 
Uebersicht
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